24 Tage bis Weihnachten, 24 Thesen zum 1. FC Köln.

These 3: Simon Terodde wird im Sommer verkauft

Begründung:
Terodde bombt die Zweite Liga in Grund und Boden. Nach dem Fürth-Spiel sind es bereits 23 Tore und 2 Assists in Liga und Pokal, die für ihn zu Buche stehen. Statistisch trifft er alle 55 Minuten! Das ist so eine Wahnsinnsquote, dass sich eigentlich jede Diskussion über ihn verbietet.
Und doch, und doch ist da dieser leise Zweifel. Die Erinnerung an die Erstliga-Saisonhälfte mit Stuttgart, als gar nichts lief (2 Tore, 1 Assist). Die Fahrkarten, die er auch für den FC in der Ersten Liga geknipst hat (trotzdem hat es zu 5 Toren gereicht, nach dem 22. Spieltag aber gar keines mehr). Und diese Bilanz:
Zweite Liga:
201 Spiele, 108 Tore, 31 Assists.
Erste Liga:
35 Spiele, 7 Tore, 1 Assist.
Es bleibt also diese fiese, kleine Stimme im Hinterkopf: „Zweitligastürmer, Zweitligastürmer!“
Und vermutlich wird er mit (dann) 31 Jahren auch nicht mehr allzu viel Potential nach oben haben – anders als vielleicht der wesentlich jüngere und gerade im Aufwind befindliche Jhon Córdoba – der noch dazu immer, egal für wie viel Geld man ihn verkaufen würde, ein Verlustgeschäft wäre, wegen der aberwitzigen 17 Mio. Ablöse, für die sich Johannes der Clown wahrscheinlich immer noch besäuft.
Bei Terodde ist das natürlich anders. Nach der Zweitligasaison, selbst wenn er ab jetzt kein Tor mehr schießt, bekommt man auch für einen 31-Jährigen noch 4-5 Mio. und macht damit sogar leichten Gewinn. Selbst Erstligisten würden da wohl zuschlagen.
Der Effzeh ist halt in der absoluten Luxusposition, neben Terodde noch einen gewissen Anthony M. aus M. in der Hinterhand zu haben, der dafür bekannt ist, auch in der Ersten Liga zweistellig treffen zu können.
Ich möchte nicht, dass Terodde geht. Ich mag ihn als Typen, er ist ein Kölsche Jung und ja auch mit dem Verein verwurzelt und die Statistik gibt ihm absolut recht – dass wir überhaupt über den Wiederaufstieg reden, ist zu einem riesengroßen Anteil Simon Terodde zu verdanken. So einen verdienten Spieler schickt man nicht in die Wüste (Wolfsburg).
Doch trotzdem bleibt da diese fiese, kleine „Zweitligastürmer“-Stimme, trotzdem weiß man, dass Terodde nicht anstelle von einem fitten Modeste spielen wird (höchstens neben ihm), trotzdem hat Cordoba mehr Potential, trotzdem ließe sich nur für Terodde ein Gewinn erzielen, trotzdem würde man durch einem Verkauf Unzufriedenheiten im Kader vorbeugen.
Das hier ist leider keine „kylennep fordert“-Rubrik, sondern eine These. Und meine These ist, dass mit der Verpflichtung von Anthony Modeste die Zeit von Terodde begrenzt ist – wenn nicht im Sommer, dann spätestens im Winter 2019.
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