24 Tage bis Weihnachten, 24 Thesen zum 1. FC Köln.

These 7: Louis Schaub sollte besser keine Tore schießen

Begründung:

Louis Schaub ist vermutlich eine der besten Neuzugänge im vergangenen Sommer. Nicht nur erinnert der kleine Österreicher mit seiner Wendigkeit und seiner Spielfreude an die ganz große Spieler dieser Welt, sondern er hat auch viele und große Anlagen, die er bislang schon angedeutet hat, aber die noch nicht ganz zum Tragen gekommen sind. Im Moment macht es einfach Spaß, ihm zuzusehen, wie er mit seinen kleinen Finten, seinen feinen Pässen und seinen durchaus sehenswerten Kunstschüssen das Spiel des 1. FC Köln bereichert. Vor allem dann, wenn der Trainer ihn in der Mitte ranlässt, denn auf den Außenpositionen hat sich „Schaubi“ bislang schwer getan – auch weil ihm da der Schuß Schnelligkeit fehlt und weil er dort vielleicht auch besonders hart von dem jeweiligen Außenverteidigern angegangen werden kann, wenn er zwischen diesem und der Außenlinie „eingeklemmt“ ist. In der Mittel hat er einfach mehr Räume, die sich ihm bieten und die Lücken versuchen zu bespielen. Vor allem dann, wenn es für uns schon 1:0 steht und der Gegner ein bisschen aufrücken muss, dann schlagen meistens die Stunden des Louis Schaub.

Das einzige was man über alles attestieren muss, ist, dass er noch nicht der große Torjäger ist. Seine Statistik ist ja ansonsten wirklich beeindruckend: er hat in 15 Spielen 9 Vorlagen gegeben und immerhin auch 2 Tore erzielt – davon eines, das wahrscheinlich sogar in den Bereich des Tor des Jahres kommen könnte. Und, ja, insgesamt sind wir glaube ich sehr zufrieden mit diesem Sommertransfer, auch wenn man natürlich sagen muss, dass die Torquote noch besser werden kann.

In der Hinsicht erinnert er mich ein wenig an Leonardo Bittencourt, der auch immer viele Assists hatte, dem jeder viele Anlagen bescheinigt hat und der immer zuverlässig 4-5 Tore geschossen pro Saison hat geschossen hat – aber dem dann doch (auch durch Verletzungen) immer die Krönung untersagt geblieben ist. Im Falle von Louis Schaub ist das aber das große Glück des 1. FC Köln, denn würde dieser Spieler auch noch Tore schießen, dann wäre er für den 1. FC Köln nicht mehr haltbar, dann würden ganz, ganz anderer Vereine sich bei uns die Klinke in die Hand geben, um den Jungen zu verpflichten.

Noch hat er den Status des Rohdiamanten, noch fliegt er unter dem Radar vieler, eben und deswegen könnte er für Klubs ein attraktives „Schnäppchen“ sein, das die Anderen sich im Sommer schnappen wollen. Vor einigen so finanzstarke Vereine die Wolfsburg oder Hoffenheim wären wahrscheinlich ein potentielles Gefährdungsszenario (Bottencourt und Gerhardt lassen grüßen) und als Österreicher oder Deutschösterreicher ist er vielleicht auch für Red Bull Leipzig interessant.

Deshalb ist es für uns ganz gut, wenn er mit dem großen Knotenplatzenlassen in Sachen Toreschießen noch ein wenig wartet und sich noch eine Saison als Vorlagenkönig begnügt, um dann in der 1. Liga mit dem Toreschießen zu beginnen. Hoffentlich. Auch wenn das natürlich doch schwerer wird, weil man weniger Platz hat, aber wenn der Knoten einmal platzt, so denke ich, ist louis Schaub ein Spieler, der eigentlich zu groß ist für den FC und deswegen profitieren wir davon, wenn seine Entwicklung nicht ganz so rasant vonstatten geht, wie seine Anlage das vermuten lässt.

Louis, bleib noch möglichst lange am Geißbockheim!

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Ein Gedanke zu “Türchen 7

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